Wann sich ein Heizungstausch lohnt
Die meisten Berliner Heizungen werden nicht getauscht, weil sie ausfallen, sondern weil sie alt werden. Eine Gastherme aus der Sanierungswelle der neunziger Jahre ist heute 25 bis 30 Jahre alt, ein Ölkessel im Einfamilienhaus am Stadtrand oft älter, und die Nachtspeicheröfen in vielen Westberliner Nachkriegsbauten stammen aus einer Zeit, in der Strom nachts fast nichts kostete. Solche Anlagen laufen häufig noch, aber sie laufen teuer, und Ersatzteile werden knapp.
Erfahrungsgemäß lohnt sich ein Heizungstausch ab etwa 20 Jahren, wenn eine Reparatur mehr als ein Viertel einer neuen Anlage kosten würde oder wenn der Schornsteinfeger Beanstandungen meldet. Dazu kommt die Förderung: Wer eine funktionsfähige Gas- oder Ölheizung gegen eine Wärmepumpe oder Pelletheizung tauscht, bekommt nach heutigem Stand einen Bonus, der beim Ausfall im Januar kaum noch planbar ist. Wer den Tausch vorbereitet, statt ihn erzwungen zu bekommen, entscheidet in Ruhe und mit Angebot in der Hand.
Für neue Heizungen in Berlin gilt nach Vorlage der kommunalen Wärmeplanung die 65-Prozent-Regel des Gebäudeenergiegesetzes, und die Bundesregierung hat eine Novelle angekündigt. Wir schreiben deshalb „nach heutigem Stand" und versprechen keine künftigen Regeln. Was die Regel heute für ein einzelnes Haus bedeutet und wo die Novelle ansetzen könnte, haben wir auf der Seite zum Heizungsgesetz in Berlin auseinandergenommen.
Drei Berliner Ausgangslagen
Die erste ist eine Altbauwohnung in Charlottenburg oder Prenzlauer Berg mit einer Gas-Etagentherme in der Küche, eingebaut Mitte der neunziger Jahre, als die Kohleöfen aus den Häusern kamen. Die Therme läuft, verbraucht aber spürbar mehr Gas als ein neues Gerät, und der Schornsteinfeger fragt beim Kehrtermin nach dem Baujahr. Hier ist ein Tausch 1:1 gegen ein Brennwertgerät der schnellste Weg, und im Haus mit Eigentümergemeinschaft stellt sich zusätzlich die Frage, ob nicht alle Thermen in einer zentralen Anlage aufgehen sollen.
Die zweite ist ein Einfamilienhaus in Lichtenrade, Mahlsdorf oder Kleinmachnow aus den sechziger bis achtziger Jahren mit Ölkessel und Tank im Keller. Der Kessel ist 25 Jahre alt, die Tankprüfung steht an, und im Garten wäre Platz für eine Außeneinheit. Solche Häuser sind die häufigsten Kandidaten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, zumal der Tausch einer funktionsfähigen Ölheizung nach heutigem Stand den Klimageschwindigkeits-Bonus bringt.
Die dritte ist ein Mehrfamilienhaus in Steglitz oder Reinickendorf aus den fünfziger Jahren mit Nachtspeicheröfen in jeder Wohnung und einem Elektro-Durchlauferhitzer für das Warmwasser. Hier gibt es keine Zentralheizung, die man tauschen könnte. Steigstränge, Heizkörper und die Anlage im Keller müssen erst gebaut werden, und das ist der aufwendigste Fall und zugleich der, in dem die Heizkosten am stärksten sinken.
Was wir bauen
Hinter Berliner Heizungsbauer steht die Bruno Schulz GmbH aus Berlin-Lankwitz: Meisterbetrieb für Heizungs- und Warmwasseranlagen, seit über 60 Jahren in der Stadt und Teil der WRS Gruppe. Öl, Gas und Wärmepumpe haben wir in jeder Größe gebaut, vom Reihenhaus bis zur Heizzentrale.
Wir bauen Heizungsanlagen neu und tauschen alte aus, in Berlin und im näheren Umland. Dazu gehören Wärmepumpen als Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Anlagen, Gas-Brennwertheizungen, Gasthermen für die Etagenheizung, Pelletheizungen, Solarthermie für Warmwasser und Heizungsunterstützung, Pufferspeicher und Speicherlösungen, Durchlauferhitzer und Hybridanlagen aus Gas-Brennwert und Wärmepumpe.
Wir bauen in jeder Größe: im Einfamilienhaus in Lichtenrade oder Mahlsdorf ebenso wie im Mehrfamilienhaus einer Eigentümergemeinschaft in Charlottenburg und im Gewerbeobjekt mit Kaskade oder Großwärmepumpe. Auch große Wohn- und Gewerbeprojekte, bei denen die Wärme im Quartier verteilt wird, gehören dazu.
Wenn die Heizung gerade ausgefallen ist
Dann sind wir nicht die richtige Nummer. Wir bauen Anlagen neu und tauschen alte aus, und wer eine Heizung von uns hat, bekommt von uns auch die Wartung und die Reparatur. Eine Therme, die ein anderer Betrieb eingebaut hat, bringt am schnellsten der wieder in Gang, der sie kennt, oder ein Notdienst, der nachts rausfährt. Einen solchen Bereitschaftsdienst haben wir nicht. Soll die ausgefallene Anlage ohnehin nicht mehr repariert werden, ist der Tausch dagegen unsere Aufgabe, und dann lohnt der Anruf.
Welches System in welches Haus passt
Die Wärmepumpe ist im Einfamilienhaus mit Garten und im sanierten Mehrfamilienhaus meist die erste Wahl, weil sie am höchsten gefördert wird und im Betrieb am günstigsten läuft. Sie braucht Heizkörper, die mit 50 bis 55 Grad Vorlauf auskommen, einen Aufstellort mit Abstand zum Nachbarn und einen Stromanschluss, den wir bei Stromnetz Berlin anmelden. Wo das nicht passt, etwa im unsanierten Altbau mit kleinen Heizkörpern, ist ein Hybrid aus Gas-Brennwert und Wärmepumpe der Mittelweg. Wer für sein Haus beide Wege über 20 Jahre nebeneinander sehen will, findet die Rechnung im Ratgeber Wärmepumpe oder Gasheizung.
In der Innenstadt liegt in vielen Straßen das Fernwärmenetz der BEW, und dort ist die erste Frage, ob ein Anschluss günstiger kommt als eine eigene Anlage. Das rechnen wir offen durch, auch wenn am Ende kein Auftrag für uns herauskommt. Die Pelletheizung passt in Häuser mit Platz für ein Lager und hohem Wärmebedarf, die Solarthermie ergänzt fast jede Anlage bei der Warmwasserbereitung. Die Gastherme bleibt die Lösung für die einzelne Etagenwohnung, in der keine zentrale Anlage in Sicht ist.
Was eine neue Heizung in Berlin kostet
Die folgenden Spannen sind Erfahrungswerte für ein Einfamilienhaus, eingebaut und brutto, Stand September 2026. Sie sind kein Angebot. Sie zeigen, in welcher Größenordnung Sie sich bewegen, bevor jemand im Keller war.
| Anlage | Einfamilienhaus, eingebaut | Bauzeit |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Speicher, Hydraulik, Elektro | 25.000 bis 45.000 Euro | 3 bis 5 Arbeitstage |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde | 35.000 bis 55.000 Euro | 1 bis 2 Wochen inkl. Bohrung |
| Gas-Brennwertkessel inkl. Speicher und Abgasleitung | 9.000 bis 16.000 Euro | 2 bis 3 Arbeitstage |
| Gastherme (Etagenheizung), Tausch 1:1 | 4.500 bis 8.500 Euro | 1 bis 2 Arbeitstage |
| Pelletheizung inkl. Lager und Speicher | 28.000 bis 45.000 Euro | 4 bis 6 Arbeitstage |
| Solarthermie Warmwasser (4 bis 6 m²) | 6.000 bis 11.000 Euro | 1 bis 2 Arbeitstage |
| Solarthermie mit Heizungsunterstützung (10 bis 15 m²) | 12.000 bis 20.000 Euro | 2 bis 3 Arbeitstage |
| Pufferspeicher 500 bis 1.000 Liter nachrüsten | 2.500 bis 6.000 Euro | 1 Arbeitstag |
| Durchlauferhitzer elektronisch, Tausch | 700 bis 1.500 Euro | halber Tag |
| Hybrid (Gas-Brennwert und Wärmepumpe) | 30.000 bis 50.000 Euro | 4 bis 6 Arbeitstage |
Im Mehrfamilienhaus und im Gewerbe passt keine Zeile der Tabelle. Ob eine Kaskade aus zwei Brennwertkesseln, eine Großwärmepumpe oder eine Nahwärmelösung im Quartier die richtige Größe ist, rechnen wir nach Heizlast und Objekt. Welche Positionen den Preis im Einzelnen heben oder senken, von der Abgasleitung bis zum Zählerschrank, haben wir unter Heizung Kosten aufgeschlüsselt.
Förderung, kurz und mit Vorbehalt
Für Wärmepumpe, Pelletheizung und Solarthermie gibt es nach heutigem Stand über die Bundesförderung für effiziente Gebäude eine Grundförderung von 30 Prozent, beantragt als KfW-Zuschuss 458. Wer als selbstnutzender Eigentümer eine funktionsfähige Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung tauscht, bekommt einen Klimageschwindigkeits-Bonus von 20 Prozent, bei Gasheizungen ab 20 Jahren Alter. Ein Einkommensbonus von 30 Prozent kommt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro dazu, ein Effizienzbonus von 5 Prozent bei natürlichem Kältemittel oder Erdwärme. Gedeckelt ist alles bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten, die für die erste Wohneinheit 30.000 Euro betragen.
Gas-Brennwertkessel, Gasthermen und Durchlauferhitzer bekommen keinen Zuschuss. Für sie bleibt die Steuerermäßigung nach § 35a EStG mit 20 Prozent des Lohnanteils bis 1.200 Euro im Jahr. Die Sätze oben gelten nach heutigem Stand und können sich mit der angekündigten Novelle ändern; im Angebot steht deshalb der Zuschuss, der am Tag des Antrags gilt, und der Antrag geht vor Ihrer Unterschrift raus. Wie die Boni zusammenkommen und welche Nachweise die KfW sehen will, erklärt die Seite zur Heizungsförderung.
So läuft es ab
Der Weg beginnt bei Ihnen im Keller, und für diesen Termin bezahlen Sie nichts. Wir sehen uns die alte Anlage an, schätzen die Heizlast ab, klären Warmwasser, Aufstellort, Abgasweg und Schornstein, den Elektroanschluss und die Förderfähigkeit. Eine Summe am Telefon gibt es vorher nicht, denn ob der Schornstein eine neue Abgasleitung braucht, ob der Zählerschrank für die Wärmepumpe reicht und ob die Heizkörper mit niedrigem Vorlauf auskommen, sieht man nur im Haus.
Einige Tage später haben Sie das Angebot: ein Festpreis, darunter der Zuschuss nach heutigem Stand, und als letzte Zeile das, was bei Ihnen bleibt. Bis dahin haben Sie nichts bezahlt und nichts entschieden. Sagen Sie zu, geht zuerst der Förderantrag raus, und erst nach der Bewilligung bestellen wir die Anlage, weil der Zuschuss sonst verfällt.
Der Einbau selbst dauert im Einfamilienhaus bei einer Gastherme ein bis zwei Arbeitstage, beim Brennwertkessel zwei bis drei, bei der Wärmepumpe drei bis fünf und bei der Pelletheizung vier bis sechs. Am letzten Tag wird befüllt und in Betrieb genommen, jeder Heizkörper bekommt beim hydraulischen Abgleich seine Wassermenge, und Sie bekommen die Regelung erklärt. Was die Förderstelle und der Schornsteinfeger danach an Papier brauchen, füllen wir aus. Wer die einzelnen Tage vorab durchgehen will, findet sie im Ratgeber Ablauf eines Heizungstauschs.
Von Spandau bis Bernau: wo wir unterwegs sind
Gebaut wird in ganz Berlin und im näheren Umland. Im Westen sind das Charlottenburg, Wilmersdorf, Spandau, Steglitz, Zehlendorf, Tempelhof, Schöneberg, Neukölln, Reinickendorf, Kreuzberg, Mitte und Lichtenrade. Im Osten Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Pankow, Lichtenberg, Marzahn, Hellersdorf, Mahlsdorf, Köpenick, Treptow und Weißensee. Im Umland Potsdam, Kleinmachnow, Teltow, Falkensee und Bernau.
Die Bezirke unterscheiden sich mehr, als man denkt. In der Innenstadt liegt das Fernwärmenetz vor der Tür, in den Gründerzeitstraßen entscheidet der Denkmalschutz über den Platz für eine Außeneinheit, und in den Einfamilienhausgebieten am Stadtrand geht es um Abstandsflächen und den Schallwert von 35 Dezibel nachts im reinen Wohngebiet. Auf den Bezirksseiten lesen Sie, was im Bestand vor Ort meist auf Sie zukommt.
Was vor dem Tausch oft noch offen ist
Ob die vorhandenen Heizkörper für eine Wärmepumpe reichen, ist die häufigste Frage aus dem Altbau, und die Antwort hängt an der Vorlauftemperatur. Wer in der Innenstadt zwischen Fernwärme und eigener Heizung schwankt, sollte beide Wege über 20 Jahre rechnen, bevor er sich festlegt. Was beim Abschied vom Ölkessel mit dem Tank passiert und wie aus Nachtspeicheröfen eine Zentralheizung wird, haben wir jeweils auf einer eigenen Seite beschrieben. Eigentümergemeinschaften brauchen vor dem Auftrag einen Beschluss, und welcher das ist, erklärt der Ratgeber zur Heizung in der Eigentümergemeinschaft. Warum eine zu große Anlage teurer ist als eine passende, zeigt die Heizlastberechnung.
Sagen Sie uns, was heute im Keller steht
Ob es die Therme von 1996 in Kreuzberg ist, der Ölkessel in Mahlsdorf oder die Nachtspeicheröfen im Haus der Eigentümergemeinschaft in Steglitz, mit Baujahr und Objekt können wir Ihnen sagen, welche Wege nach heutigem Stand offen sind. Die Nummer dafür ist 030 2192 8018, werktags zwischen 7 und 17 Uhr; den Termin im Haus legen wir im selben Gespräch fest. Wer lieber schreibt, nimmt das Formular unten auf der Seite, und wir melden uns am nächsten Werktag.























